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Vereinschronik

Angelclub Westheim 1973 e.V.

Eine Eröffnungsversammlung mit 8, in Worten acht, interessierten Westheimer Bürgern fand am 08.03.1971 in der Gaststätte Degenhardt statt. Hier und jetzt wurde der Traum geboren und das Ziel ausgegeben, doch einen Fischereiverein in naher Zukunft ins Leben zu rufen.

Die Männer der 1. Stunde waren damals Ulrich Bielefeld, Bertram Janssen, Franz-Bernhard Klein, Robert Koch, Manfred Littmann, Karl-Heinz Lux, Claus Becker und Paul Stamm. Anzumerken ist hier besonders die Tatsache, dass der sich gründen wollende Verein noch über kein Gewässer verfügen konnte...

Die offizielle Gründungsversammlung fand dann aber am 03.11.1973 in der Gastwirtschaft Hülsmann statt, selbige ward von nun an dann auch offizielles Vereinslokal des Angelverein Westheim 1973 e.V. Hier wurde dann auch gleich eine 1. Satzung für den Verein verabschiedet. Gleichzeitig wurde beschlossen, den ACW 1973 e.V. in das offizielle Vereinsregister des Amtgerichtes Niedermarsberg, heute Marsberg, einstellen bzw. eintragen zu lassen. 1. Vorsitzender des Vereins wurde Robert Koch. Nun war es also offiziell, Westheim hatte einen Angelverein, wenn auch klein und fein, aber dennoch damals schon bemüht, sich natürlich zu vergrößern.

Angepachtet und 1. Vereinsgewässer wurde einer von vier Kiesgruben oder Baggerseen, die östlich von Westheim gelegen sind, heute Dörpeder Mark. Diese vorbenannten Wasserflächen konnten damalig in den 70`er Jahren aufgrund von Kiesabbauarbeiten durch die Firma Kimm entstehen. Der ACW hatte sich für den dem Ort nächsten Teich entschieden, welcher mit einer Fläche von ca. 5,5 Hektar auch einer der größten Teiche war. Die Anlieger bzw. Eigentümer der  benötigten Flächen, überwiegend Westheimer Bürger, gaben hierfür dankenswerterweise Ihr Einverständnis.

Die Mitgliederzahl stieg daraufhin nun stetig und der Verein war bemüht weitere Gewässerflächen, mit dem Ziel der Anpachtung, zu finden.

Nicht nur angeln hatte sich der ACW auf die Vereinsfahne geschrieben, nein, auch der Umweltschutz und die Hege und Pflege der Gewässer und deren Bewohner im und außerhalb des Wassers, dies waren die selbstauferlegten Aufgaben des Vereins.

Des Weiteren war der Verein stetig und gerne im Westheimer Dorfgeschehen miteingebunden, so beteiligte man sich z. B. fast regelmäßig an dem jährlich stattfindenden Kinderfest, man organisierte Preisknobeltage in den Westheimer Gasthäusern oder man engagierte sich an den jährlichen Pfarrfesten, man organisierte Altpapiersammlungen und man bot damals schon zu Himmelfahrt ein Vatertagsfest für jedermann an, welches mal am Vereinsgewässer oder aber in und an der Schützenhalle stattfinden konnte. Erwähnenswert hierzu ist die Tatsache, dass sich damals der Fanfarencorps und der ACW des öfteren gemeinsam entschloß, diese Vatertagstage sogar gemeinsam zu meistern und durchzuführen. Der ACW bestritt in freundschaftlicher Art Fußballspiele, man beteiligte sich des weiteren sportlich bei den Westheimer "Spiel ohne Grenzen" und dergleichen mehr. Der Verein war und ist also von Anfang an im Dorfgeschehen voll integriert...

Geangelt, im Sinne von Vereinsangeln, wurde aber in den Beginnerjahren natürlich auch, nicht regelmäßig, aber wenn dann doch mit viel, viel Engagement. Es wurden hierfür dann sogar auch Angelfahrten an den Eder- oder Diemelsee organisiert, die seinerzeit bei allen Teilnehmern sehr beliebt waren. Zwar hatte der Verein in den Beginnerjahren noch keine offizielle Vereinswaage, gewogen wurden die Fänge aber trotzdem, nämlich auf bzw. mit der Privatwaage des Mitgliedes Alfred Schmidt. Die offiziell 1. Vereinswaage wurde dann durch Versammlungsbeschluß im Jahr 1978 genehmigt und alsdann auch gekauft. Hiermit konnte dann auch im gleichen Jahr noch der 1. größere Fisch aus dem Vereinsgewässer bewogen werden, ein für die Anfangszeit schon stattlicher Graskarpfen von 10 Pfund Gewicht.

1980 war es dann sogar möglich geworden, ein Teilstück der Diemel, und zwar von Einlauf Graben Quinke bis Pegelbrücke Westheim, anzupachten. So hatte der unsrige Verein neben seinem Baggerteich auch ein Teilstück eines Fließgewässers aufzubieten. Hierfür war man nun besonders stolz, konnte man doch nun auch die Kunst des Fliegenfischens erlernen und am eigenen Fischwasser anwenden.

Dann war 1981 wieder ein besonderes Jahr für den Verein, denn jetzt konnte man zusätzlich noch 2 weitere Baggerseen rechts der Diemel, nämlich die Teiche des Freiherrn Degenhardt von Twickel ortsnah anpachten. Hierdurch bot sich nun auch die Möglichkeit, den Bau  einer eigenen Vereinshütte zu planen und auch zu realisieren. Mit Absprache des Verpächters wurde dieser Traum dann auch tatsächlich verwirklicht, das heißt, am 31.03.1984 wurde die Vereinshütte, die sich im übrigen zwischen den beiden neuangepachteten Seen, im sogenannten "Niemandsland" befindet, offiziell eingeweiht.

Dass die Mitgliederzahlen auch weiterhin stetig stiegen, das erklärt sich eigentlich von selbst.

Es gab aber nicht stetig nur Gutes und Erfreuliches zu vermelden, nein, auch der ACW hatte seine schwere Zeiten, so zum Beispiel 1984, wo behördlicherseits geplant war, im Bereich der Baggerseen, sprich in der "Dörpeder Mark", ein Ferien- und Wochenendnaherholungsgebiet schaffen zu wollen. Glücklicherweise war es aufgrund fehlender Investoren nicht realisierbar.

Oder aber die Zeit, Ende der 80er Jahre, Anfang 90er Jahre, wo sich ein Scherfeder Angelverein mit Hilfe eines damaligen Noch-Vereinsmitgliedes, in die Gewässerfläche des Angelvereins "eingekauft" hat, um so mit aller Macht und Geld, das Erstgewässer des Vereins vielleicht gänzlich übernehmen zu können. Aber auch dieses ganz, ganz dunkle Kapitel in der Vereinsgeschichte wurde überstanden, denn auch dieses Ansinnen verlief fruchtlos und im Sande.

Einzig, dass der Verein deshalb damals dann zeitweise ohne Vorsitzenden fungieren musste und für eine gewisse Zeit mehr oder weniger führungslos war, und daher der Einsatz eines durch das Amtsgericht Marsberg amtlich festgesetzten Notvorstandes drohte; einzig dieses war wirklich eine sehr, sehr schwere Zeit! Aber glücklicherweise konnte auch diese schlimme Phase des Vereins gemeistert werden!

In einer in 1987 einberufenen außerordentlichen Generalversammlung konnte ein neuer geschäftsführender Vorstand, namentlich in Person von Rainer Liebich als 1. Vorsitzender und Reinhard Jäkel als 2. Vorsitzender und auch in Person von Ralf Figge als Geschäftsführer gefunden werden, welche die Geschicke des Vereins bis zum heutigen Tage leiten. In dieser also fast 20 jährigen Ära konnten viele Dinge für den Verein auf den Weg gebracht werdend und zwar nachstehend die Wichtigsten wie folgt:

Es konnten, beginnend der 90er Jahre, Grundstücke im BS alt käuflich für den Verein erworben werden, um das Ziel, diesen See einmal gänzlich besitzen zu wollen, stetig und gut zu verfolgen. Heute haben wir bereits 1 Drittel des besagten Sees grundbuchmäßig als Eigentum verzeichnet.

Des Weiteren konnte in 2003 ein zusätzliches Diemelteilstück, beginnend ab Pegelhaus bis Billinghäuser Wehr, in Verlängerung zur alten Diemelstrecke angepachtet werden, sodaß wir heute glücklicherweise in der Lage sind, ca. 4 km Flussstrecke in Pacht zu haben.

Noch viele, viele Geschichten mehr müssten eigentlich noch erzählt werden, doch diese alle zu erwähnen, würde dann doch den Rahmen dieser Vereinschronik sprengen.

So muss aber dennoch natürlich auch dankend erwähnt werden, dass Herr Willi Kriegel, den unsrigen Verein kurzzeitig Mitte der 80`er Jahre auch voran als Vorsitzender geführt hat.

Daneben ist auch lobend zu erwähnen, dass in all den Jahren unsere Vereinsgaststätten Hülsmann und später dann Degenhardts unsere Gastkarten für die Diemelstrecke verkauft haben. Später wurde diese Ausgabemöglichkeit, nach Ende der Vereinsgasthofzeit, durch bzw. im Bilderrahmenfachgeschäft Franz-Bernhard Klein und durch Verkauf in der Tankstelle Wiegers geregelt. Heute werden die Tageskarten freundlichst über das Lottogeschäft Heinz-Josef Garbes verkauft.

Nur noch ganz besonders erwähnt werden sollte Realisierung eines eigenen Vereinsheimes. Der unsrige Verein hat nämlich mit immenser Eigenleistung auf dem Firmengelände der ehemaligen Firma Bopp einen Gebäudekomplex dauerhaft anpachten können und dortig dann das Vereinsheim realisiert. Somit hat der Verein seit ein paar Jahren ein Domizil für seine Mitglieder zu eigen, auf das wir zu Recht stolz sein dürfen. Somit waren dann aber auch die Zeiten der Vereinswirtschaften Hülsmann und später dann Degenhardt`s beendet; aber das darf man uns dann bitte nicht verübeln.

Das neue und schmucke Vereinsheim ist zentraler und strahlender Mittelpunkt eines weiterhin aufstrebenden Vereins! Der ACW zählt heute mitgliedermäßig zu den größten Vereinen des Dorfes.

Der unsrige Verein ist darüber hinaus aber auch schon sehr "international", das heißt, dass sich unsere Mitglieder teils aus weiter Ferne für den Verein entschieden haben. Entfernungen von über 100 Km sind dabei scheinbar kein Hindernis. Ob Dortmunder Raum, Paderborn Land oder gar Harzbeheimatete, allen Freunden des Angelsports können wir eine Angelheimat bieten...

Apropos Mitgliederzahlen, wie aus einer zu Anfang der Chronik bereits erwähnten kleinen Mitgliederschar ist der Verein heute zu einem wahrlich großen Verein herangewachsen. Gut 150 Mitglieder verkörpern heute den Angelverein Westheim. Diese Entwicklung in den mehr als 30 Jahren ist schon gewaltig und es zeigt uns als Vorstand, dass der Verein lebt.

Wir werden unsere Gewässer und deren Umfeld hegen und pflegen, und das mit allem Engagement welches von Nöten ist. Wenn man bedenkt, dass der Verein bis dato. bereits 10.000 Stunden und mehr hierfür bereits aufgebracht hat, dann verwundert es sicherlich nicht, dass wir seitens der Stadt Marsberg im Jahr 2000 mit dem 3. Umweltpreis der Stadt bedacht worden sind.

Freundschaftlich verbunden ist der unsrige Verein herzlich mit den in der Stadt ansässigen Angelvereinen, sprich dem ASV Niedermarsberg e.V. und dem ASV Obermarsberg e.V.; seit 1984 wird daher auch jährlich immer ein sogenanntes Freundschaftsangeln mit den vorgenannten Vereinen durchgeführt, welches bis dato immer an unserem guten alten See platziert worden ist.

Der Vorstand des ACW 1973 e.V. ist stolz auf das geleistete, stolz auf seine Gewässer u. Besitztümer, und stolz natürlich auf die große, große Zahl der Mitglieder und Gastfischer... Der Verein ist natürlich auch stolz  auf seine Fische und auf die Tierwelt, die sich auch so zahl- und artenreich bei uns zu Hause fühlt, wie z.B. der Eisvogel, der Haubentaucher, die prächtigen Libellen, die urigen Schildkröten etc. und zeitweise auch der Fischadler...

Möge unser Vereinsschiff auch für die Zukunft immer genügend Wasser unter dem Kiel haben!!!

Figge, Ralf / Geschäftsführer des ACW 1973 e.V.

Westheim, im Februar 2007

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