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Urkunde Westheim 1269, Übersetzt von Studiendirektor Klaus Bogedain

„Dass für alle, die die vorliegende Urkunde sehen wollen, die Ratsleute von Marsberg immer an der Gerechtigkeit festhalten und für die Wahrheit Zeugnis ablegen, weil den Wortlaut der Geschehnisse zumeist der Schleier des Vergessens zu verbergen pflegt, verfügte die Vorsicht der Klugen, dass die Verfügungen der Menschen in Urkunden, mit Siegeln und Zeugen viele Jahre fortdauern.

Die Gegenwärtigen und auch die Zukünftigen sollen wissen, dass der genannte Ritter Swiker von Westheim, bisher ohne Kinder, ausgenommen eine einzige Tochter, mit Zustimmung seiner Gemahlin, der Herrin Adelheid und seines Bruders Ulrich und seiner gesamten Erben und Miterben, die Hälfte des Zehnten, in Wlessingere (1) gelegen, die gerade an ihn von seinen Vorfahren recht- und gesetzmäßig gefallen war, mit Ausnahme dessen, was Frau Sophia als ihr Recht, was in der Landessprache „Leibzucht“ (2) genannt wird, allein, solange sie lebt, innehaben wird, durch Vermittlung der Ritter Ludolf von Dalwigk und Johannes von Brobike wegen der Armut, der sie sich nicht entziehen konnte, dem Bertold von Höxter, unserem Mitbürger, für die annehmbare Höchstsumme, nämlich für 55 Mark mit dem ganzen Nutzen des Zuwachses verkauft hat, und dass so er selbst wie sein oben genannter Bruder Ulrich sie dem vorgenannten Bertold und seiner Gemahlin Frau Kunigunde und den Kindern eben derselben, Hermann, Konrad, Kunegunde und Margarete, gewährt haben, die schon genannte Hälfte des Zehnten nach dem Feudalrecht zum immerwährenden freien und ungestörten Besitz, wobei sie nichtsdestoweniger versprechen, dass sie und ihre Erben dem oftgenannten Bertold und seinen Erben bezüglich der oftgenannten Hälfte des Zehnten die volle und beständige „Warandia“ (3) erfüllen werden.

Die vorher genannte Sophia freilich und der Sohn gerade derselben, Johannes, und andere derer Erben haben in der Kapelle von Marsberg (4) vor den Ratsleuten von Marsberg und vielen anderen rechtschaffenen und ehrenhaften Männern stehend öffentlich bezeugt, dass sie nach dem Tod der oftgenannten Sophia kein Anrecht auf den oftgenannten Zehnten haben werden,, und sie haben auf ihr ganzes Recht und ihren Anspruch über den nämlichen Zehnten völlig verzichtet.

Verhandelt wurde dies in Marsberg im Jahre des Herrn 1269.

Und damit dieser Vertrag gültig und unangetastet für immer fortdauere, glaubten wir die vorliegende Urkunde mit unserem Siegel und den Siegeln des Johannes, des Herrn der Burg in Padberg, und seines Verwandten Hermann bekräftigen zu müssen. Dafür sind Zeugen die Ritter Friedrich von Horhusen und sein Bruder Thiederich, Udo von Wethen, Ulrich von Westheim, Johannes von Brobike, Ludolf von Dalwigk (und) Stephan von Horhusen; (und) die zum Ritterstand gehörenden Alrad von Horhusen, Konrad von Brobike und Friedrich Speicht, die Ratsleute von Marsberg Heinrich von Oddenhusen und sein Bruder Thiedrich, Albert von Mulenhen, der Richter Bertold und sein Bruder Ludolf, Heinrich von Capelle und sein Bruder Johannes, Helmwig von Höxter, Hermann, Sohn des Münzers, und sein Bruder Ludwig, die Brüder Winand und Heinrich von Scherfede, Konrad, (Sohn ?) des Luthbrand, Johannes (Sohn ?) des Hildeword, die Brüder Heinrich und Johannes, Schwäger des Widerold, Konrad von Olingen, Gernand von Scherfede, Rudolf von Essentho, Bernard von Walbernichusen und andere mehr.“

Original auf Pergament mit den verletzten Siegeln an Hanfschnüren, z. Z. im Besitz der Stadt Warburg.

 

(1) "Wlessingere" wohl die Wüstung "Flessinksen" zwischen Niedermarsberg und Leitmar. Auf der Rückseite der Urkunde steht vermerkt: "Flessiger Zehende furm Marspergh".

(2) "Leibzucht" (auch "Leibgedinge") ist die Verpflichtung, Naturalleistungen wie Wohnung, Nahrungsmittel, Hege und Pflege gegenüber einer Person bis zu deren Ableben zu erbringen.

(3) "Warandia" (auch: "Gewere") - ahdt: = "Gewährlesitung", geschützes Besitzverhältnis

(4) wohl die Nikolai-Kirche

Bereits vor längerer zeit erhielten wir folgenden Text, den wir hiermit veröffentlichen wollen:

 

 

Anliegend übersende ich Ihnen einige Dateien mit Texten aus dem Paderborner Intelligenzblatt, die Westheim betreffen. Ob sie den Text mit der Überschrift "Subhastation" öffentlich auf die Hompage stellen, das überlasse ich Ihnen. Denken Sie aber bitte daran, Subhastation bedeutet "Zwangsversteigerung". Sollte es noch eine Familie mit diesem Namen in Westheim geben, dann verstehen die manchmal keinen Spass und empfinden es als unangenehm, wenn nach so langer Zeit so etwas über ihre Familie veröffentlicht wird.


 

Der Text mit dem verstorbenen Pfarrer Hesse aus Westheim ist insofern interessant, als dort deutlich gemacht wird, dass der Herr von Kalenberg das Besetzungsrecht für die Pfarrstelle hat. Außerdem stehen auf der Seite auch die aktuellen Brot- und Fleischpreise aus Paderborn. Eine solche Tabelle ist immer hilfreich, wenn man den derzeitigen aktuellen Geldwert ermitteln möchte. (gr = Groschen, pf = Pfennig)


 

Der Text mit dem Aufruf an den Soldaten sich zu melden steht im engen Zusammenhang mit dem Krieg Napoleons gegen Rußland. In diesem Fall dienet der Aufruf der Vorbereitung der Todeserklärung. Auf diesem Wege erfährt man aber auch hin und wieder wer überhaupt aus einem Ort mit nach Rußland gezogen ist.

 

 

 

FELDKREUZE UND BILDSTÖCKE IN WESTHEIM

 

Die Bedeutung von Kreuzen und Bildstöcken:

 

Vor langer Zeit, als es noch keine Wegweiser bzw. keine Hinweisschilder gab, kennzeichnete man Wegabbiegungen und Kreuzungen mit Kreuzen. Zu dem Kreuz wurden ein oder mehrere Bäume gepflanzt. Wenn Reisende zufuß oder mit der Kutsche unterwegs waren und nach den Weg fragten, sagte man z.B.: Du mußt beim nächsten Kreuz mit den beiden Linden nach links abbiegen. Deutlich sind diese Wegkreuzungen an der Strasse von Meerhof Richtung Autobahn zu sehen. Im Kuckuck steht eine ca. 400 Jahre alte Eiche (im Volksmund Kroneiche). Auch diese steht an einer Stelle wo sich mehrere Wege kreuzten. Später wurden an diesen Stellen auch Bildstöcke errichtet.

 

Nun zu den Westheimer Kreuzen:

 

Kirchturmkreuz der alten Kirche von 1688 - 1895


An der Grenze zwischen Kur-Coeln und dem Hochstift Paderborn, hinter dem Diemelsberg, stand ein Holzkreuz, das Graf Hermann zu Stolberg-Stolberg 1898 durch dieses Eisenkreuz der alten Kirche ersetzen ließ. Nach gründlich Restaurierung befindet sich dieses Kreuz seit 1995 auf dem Friedhof.

Kreuz auf dem Friedhof

Auf Anregung von Pastor Drenhaus wurde dieses Kreuz 1955 errichtet. Es soll an die Opfer aller Kriege erinnern, aber auch an alle verstorbenen Westheimer.
Mitglieder der Kolpingsfamilie zimmerten dieses Kreuz und brachten auf der Vorderseite des Kreuzes auf Anregung der Lehrerin Agnes König die Inschrift an:

„Gedenket der Toten – ob hier oder fern
Ihre Seelen sind Allerorten –
geborgen im Frieden des Herrn„

Pieta auf dem Friedhof

An der oberen Friedhofsmauer befindet sich die Darstellung Mariens mit dem Leichnam Christi auf ihrem Schoß. Angefertigt wurde die Pieta von der Bildhauerfamilie Larenz aus Marsberg.

Statue des hI. Dominikus

Eine Frau aus Westheim hatte einen Neffen in Bielefeld. Er war Bildhauer. Er wollte diese Figur seinem Vater, welcher Dominikus hieß, stiften. Die Figur wurde am zweiten unteren Pfeiler links in der Kirche angebracht. Als der Herr Pfarrer Fünkeler die Statue sah, bekam er einen Schrecken. Die Figur war viel zu gross. Nach 22 Jahren wurde der Hl. Dominikus aus der Kirche verbannt und auf den Friedhof aufgestellt. Heute kann man noch die Stellen sehen, wo die Befestigungen angebracht waren.

Kreuz vor der Kirche
Das Kreuz vor der Kirche wurde am 08. März 1992 von der Familie Elfriede und
Josef Stratmann anlässlich der Primiz ihres Sohnes Stefan gestiftet.
Statue des heiligen Josef
Aus Dankbarkeit über die Geburt des ersten Kindes, ließ Graf Hermann zu Stolberg — Stolberg 1882 diese Statue errichten, Früher befand sich die Statue am Eingang zum Diemelsberg und war Ziel der Markusprozession und Treffpunkt zur neuntägigen Abendandacht im Josefs-Monat März. Nach mehrmaliger Beschädigung und Renovierung befindet sie sich jetzt im Schlosspark.
„Brekers“ Heiligenhäuschen

Nach alter Überlieferung stand an dieser Stelle ein heidnischer Opferaltar, der nach der Christianisierung durch ein Kreuz ersetzt wurde. Nach dem Zerfall des Kreuzes wurde hier das Heiligenhäuschen errichtet. Aufgestellt wurde das Heiligenhäuschen 1846. Oben auf der Wölbung befand sich ein Eisenkreuz, welches von einem Ast bei einem Sturm abgeschlagen wurde. Es wird von zwei Linden flankiert. Noch heute ist hier eine Station der Fronleichnamsprozession

 

Kreuz auf dem Hoppenberg

Um 1895 wurde dieses Kreuz aufgestellt. Zu der Zeit wütete in Westheim die gefürchtete „Rotzkrankheit“ Eine Pferdekrankheit, an der viele Pferde in Westheim verendeten. Aus Anlass, dass die Krankheit nach und nach  erlosch, gelobten daraufhin die Westheimer Bauern, jährlich am 1. Sonntag im Mai eine Prozession zu gehen. Dieses Gelöbnis wird bis zum heutigen Tage eingehalten.

Kreuz am Rande des Schlossparks

 

Dieses Kreuz wurde ca. 1947 auf dem Friedhof errichtet und im Jahre 2001 hier aufgestellt.In der Nähe befand sich die Statue des hl. Josefs (heute im Schlosspark)

Gedenkstein zum Gedächtnis an Schwester Maria Friedeburg
Schwester Maria Friedeburg wurde am 20. Oktober 1899 als drittes von sieben Kindern der Familie Heinrich Bielefeld in Westheim geboren. Da der Vater früh starb, fühlte sie sich verpflichtet, viele Jahre zu Hause mitzuhelfen, so dass sie erst mit 32 Jahren Schönst&¨tter Marienschwester wurde. Nach einer Ausbildung in der Krankenpflege folgte sie im März 1936 dem Ruf ihrer Oberin in die Chilenische Mission. Geschwächt durch die widrigen klimatischen und hygienischen Verhältnisse starb sie nach aufopferungsvollern und vorbildhaftem Dienst an ihren Kranken bereits mit 39 Jahren an einer schweren Typhus — Erkrankung.
Kreuz unterm Buchenberg
Mahnkreuz zur Erinnerung an Johann Rosenkranz (Bicken), der an dieser Stelle am 6.Mai 1936 vom Blitz erschlagen wurde.
Gedenktafel am Bonifatiusheim
Zum Andenken an Josef Graf zu Stolberg - Stolberg aus Westheim wurde diese Gedenktafel am 05.04.1989 am Bonifatiusheim angebracht. Sie erinnert an den Mitbegründer und ersten Präsidenten des Bonifatiusvereins.
Ehrenmal vor der katholischen Pfarrkirche

Diese Gedenkstätte für die Opfer aller Kriege wurde am 6. Juni 1964 von Pfarrer Ewald Stahlschmidt und Pfarrer Dr. Karl Überhorst eingeweiht. Der Bildhauer Hartmann-Lintel aus Wiedenbrück schuf die Plastik der „Madonna von Stalingrad“ nach einer Skizze  des Arztes Dr. Kurt Reuber, der diese  im Kessel von Stalingrad zum Weihnachtsfest 1942 zeichnete.

Sie steht vor der Sandsteinmauer, auf der durch eingemeißelte Kreuze ein Gräberfeld dargestellt ist.

Den unteren Rand des Gräberfeldes beendet der inhaltsreiche Spruch:

 

ES GIBT KEIN WORT FÜR DAS OPFER ZU DANKEN

UND ES GIBT KEINEN DANK FÜR DIE OPFER DIE DA SANKEN

FÜR UNS

 

Das erste Ehrenmal für die Gefallenen der letzten Kriege befand sich an der jetzigen Kasseler Straße in Höhe der damaligen Molkerei. Es musste  der Erweiterung der Bundesstraße und der Molkerei weichen. Neuer Standort war dann der Platz vor der Volksschule an der  Kasseler Straße. Dieses Ehrenmal musste Anfang 1960 dann ebenfalls dem weiteren Ausbau der Bundesstraße weichen.

In den beiden Kirchen liegen im Eingangsbereich Gedenkbücher mit den Namen der Gefallenen des 1. und 2. Weltkrieges aus.

Kreuz auf dem Buchenberg

 

1848 wurde dieses Kreuz auf dem Buchenberg  errichtet.

Aufgrund hoher Abgaben und mehrerer Missernten herrschte damals auch in Westheim eine

arge Not. Die Westheimer Bauern zogen demonstrierend zum Schloss und bedrängten Graf Stolberg – Stolberg, für Abhilfe zu sorgen. Schließlich nahm die Demonstration doch noch ein gutes Ende.

Die Westheimer Bauern und Schützen setzten ein Zeichen der Versöhnung, indem sie direkt gegenüber dem Schloss auf dem Buchenberg, am 12. August 1848, dem Geburtstag des Grafen, hier ein Kreuz aufstellten.

Kreuz am Meierberg (Burchels Kreuz)

 

Der Weg Hoppenbeeke war früher die Straße von West nach Ost, bevor die heutige B 7 gebaut wurde. An der Stelle,  wo das Kreuz steht war eine Wegabzweigung. In früheren Jahren war dieses Kreuz  Ziel der Feldprozessionen.

Marien - Bildstock an der Diemel
Der jüngste Bildstock in der Gemarkung Westheim wurde im Mai 1996 aufgestellt
Die Stelle ist seit vielen Jahren eine Station der Vitusprozession. Auf Anregung des Ortsheimatpflegers W. Becker und durch Übernahme der Kosten durch die Nachbarschaft entstand dieser Marien - Bildstock.
Gedenkstein an die Ortschaft Dörpede
Laut Chronik lag zwischen Westheim und BiIIinghausen, auf beiden Seiten der Diemel, der Ort Dörpede. Ein Feuer vernichtete die Ortschaft am 20./21. Dezember 1496. Aus Anlass der 500. Wiederkehr wurde 1996 dieser Gedenkstein aufgestellt.
Heiligenhäuschen an der Schlossmauer

 

 

Aufgrund hoher Staatsabgaben und mehrerer Missernten kam es auch in Westheim in der Mitte des 19. Jahrhunderts zu einer argen Notzeit.

 

Demonstrierend zogen seinerzeit  die Bürger und Bauern von Westheim zum Schloss  und forderten von  Graf Joseph zu Stolberg-Stolberg, sich für die Belange der  Bürger einzusetzen und für Abhilfe zu sorgen.

Es soll zu ernsthaften Bedrohungen gegenüber dem Grafen gekommen sein, die schließlich doch noch ein gutes Ende nahmen.

 

Zur Versöhnung und zum Dank ließ Graf Joseph zu Stolberg-Stolberg diesen Bildstock errichten.

 

Auch die Westheimer Bauern und Schützen setzten ein Zeichen der Versöhnung, indem sie direkt gegenüber dem Schloss auf dem Buchenberg am 12. August 1848, dem Geburtstag des Grafen, ein Kreuz aufstellten.

 

Seit 1979 beherbergt dieses Heiligenhäuschen ein Bild der Muttergottes von Schönstatt , die hier seitdem  als

 

 „ Madonna der Straße „

 

verehrt wird.

 

 

(Infolge starker Verwitterung und zwecks Erhalt des Bildstockes sah sich der Förderverein „Unser Westheim“ im Jahre 2012 genötigt, umfangreiche Sanierungsmaßnahmen durchführen zu lassen. Das Steinmetzunternehmen Schulte aus Marsberg wurde mit der Restauration beauftragt und hatte längere Zeit damit zu tun, die Schäden fachgerecht zu beseitigen. Rechtzeitig zum Weihnachtsfest 2012 wurde der restaurierte Bildstock vor der Schlossmauer an der B 7 wieder aufgestellt.

Die Kosten hierfür trug der Förderverein sowie einige Sponsoren, die sich mit großzügigen Spenden beteiligten.)

Kreuz an der B7

 

 

Vom Kornfeld des Grafen von Westphalen wurden hier des öfteren Getreidegarben gestohlen. Der Verwalter vom Gut Billinghausen erwischte zwei von seinen eigenen Arbeitern. Von einer Anzeige wurde abgesehen. Die Täter mussten jedoch zur Sühne dieses Kreuz aufstellen.

 

Kreuz am Püllweg

Hier wird seit Jahren einen Tag vor Christi Himmelfahrt eine Bittmesse gehalten. In früheren Jahren war hier eine Station der Bittprozession.

Kreuz am Püllweg

 

Dieses Wegkreuz befand sich früher einige Meter höher an der Stelle, wo der Weg zum Meierberg abzweigt. Der Püllweg war der Postweg von Westheim nach Dalheim.

Altarplatte der alten katholischen Kirche
Ein historisches Denkmal ist die Deckplatte des Altars aus der alten Kirche von 1688 - 1895. Sie befand sich bis 1999 auf dem Friedhof an der Stelle,, wo die ersten katholischen Kirchen von Westheim gestanden haben. Um sie vor Verwitterung zu schützen, wird sie seit 1999 im Turmraum der Kirche aufbewahrt.

Statue des hl. Franziskus

 

Die Hauptschule wurde 1963 im feierlichen Rahmen eingeweiht. Sie trägt den Namen des Heiligen Franziskus. Eine Bronzestatue - Franziskus  mit erhobenem Zeigefinger – ziert seitdem den Schulhof der St. Franziskus-Hauptschule.

Auch die parallel zur Schule verlaufende Straße trägt seitdem den Namen Franziskusstraße.
Auf der Hauswand der Südseite der Schule ist ein Sgraffito künstlerisch angebracht, das ebenfalls an diesen Heiligen erinnert.

Im Jahre 2010 wurde die Hauptschule aufgelöst und die kath. Grundschule zog in dieses Gebäude ein. Die Schule wurde umgewidmet und heißt seitdem  Egge – Diemel - Schule.

2011 wurde der Schulhof  entsprechend umgestaltet. Im Zuge dieser Baumaßnahme wurde die  Statue direkt neben den Haupteingang zur Schule und Turnhalle versetzt.

 

Gedenkbuch der Gefallenen beider Weltkriege
Dieses Gedenkbuch mit den Namen allerhttp://www.westheim.org/joomla/images/stories/geschichte/berichte/feldkreuze/kreuz19_small.jpg2 Gefallenen Westheimer befindet sich im Turmraum der St Vituskirche, ebenso im Vorraum der Ev.Kirche.
Kreuz im Wald am Rande des Kuckucks

Hier kam  ein Treckerfahrer des Gutes Billinghausen am 2.5.1958 zu Tode,als er mit dem Trecker umkippte.

Gedenkkreuz an der B7 

Heute Autobahn Anschluss.

Hier ereignete sich am 23.1.1982 ein schwerer Verkehrsunfall bei dem drei junge Fussballspieler aus Westheim getötet wurden.Auch zwei Erwachsene Personen aus Marsberg starben noch an der Unfallstelle.Zur Erinnerung hat man das Kreuz aufgestellt.

 

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Bericht von Wolfgang Becker:

Die Diemel floss bis ca.1600 von Marsberg kommend in Richtung Gut Westheim.Von da aus war das geringe Flussbett in Richtung heutiger Friedhof, unterhalb des Hoppenberges in Richtung Heiligenhaus. Vor dem Hügel am Steinbrink (Heiligenhaus) nahm sie dann den Weg Richtung Kehlberg (Im Volksmund Kuckuck). Da das Gut Westheim immer wieder vom Hochwasser heimgesucht wurde,beschlossen die Herren von Calenberg die Diemel am Ort vorbei zu führen. Man brauchte aber gleichzeitig Wasser für die Versorgung für Mensch und Tier (Vieh). Es wurde ein Wehr angelegt (Blockwehr). Das Wasser floss direkt am Gut vorbei. Als im Jahre 1830 die erste Provinzialstrasse gebaut wurde, mußte der Graben verlegt werden. Die Strasse verlief von Arnsberg nach Beverungen. In Beverungen konnte man die Weser mit einer Fähre bzw. durch eine Furt queren, um in Richtung Norden zu kommen.

Bevor die Strasse gebaut wurde verlief der Weg vom Marsberger Diemelsberg, dem Westheimer Diemelsberg, durch den Hoppenberg in Richtung Hoppenbeeke (Heute Aussiedlerhöfe). Am Billinghauser Busch trennte sich der Weg. Links ging es in  Richtung Kleinenberg, geradeaus Richtung Scherfede. Man wundert sich, daß der Eingang vom Schloss Westeim von hinten gelegen ist, aber in Wirklichkeit damals zum Weg zeigte. Diese Wege sind heute noch zu erkennen bzw. werden sie noch genutzt.

Als die Esenbahn im Jahr 1870 gebaut wurde, war man gezwungen den Mühlengraben nochmals zu verlegen.

Die Westheimer Mühle wurde um 1650 gebaut. Die genaue Legende des Mühlengrabens habe ich mit Herrn Winfied Holtey in mühseliger Arbeit herausgesucht. Sie ist am neuen Mühlengraben-Denkmal nachzulesen.

Herr Hans-Dieter Hibbeln aus Detmold, befreundeter Historiker und treuer Unterstützer von westheim.org, hat uns folgende Nachricht zur Veröffentlichung zukommen lassen:


Hallo Herr Erkel,

bei meinen Recherchen bin ich mal wieder zufällig auf einen Zeitungsartikel von Westheim gestoßen.
Ich füge den Scan bei.
Die Quelle ist: Warburger Kreisblatt 1850, Nr. 34, Sonnabend, den 24. August 1850

Bei der Gelegenheit noch einen Hinweis, neben dem Eintrag von Westheim finden Sie auch die damals aktuellen Marktpreise. Außer den eigentlichen Preise ist das besondere dort, dass Sie noch die alten gedruckten Währungszeichen für Rthlr/Sgr/Pf finden.

Mit herzlichen Grüßen aus Detmold

Hans-Dieter
Hibbeln


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