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Zur Geschichte der Gasthöfe in Westheim

Ein Bericht von Wolfgang Becker, Bildbearbeitung Horst Mänz, Umsetzung auf die Homepage Jörg Erkel


Gasthof Degenhardt

Als die Eisenbahn auch in Westheim ihren Betrieb aufgenommen hatte wurde im Jahr 1875 der Gasthof durch Friederich Joseph Degenhardt eröffnet.

Durch die Nachfolge der Generationen wechselten die Besitzer. 1907 Wilhelm Degenhardt 1937 Friederich Degenhardt 1950 Willi Degenhardt.

Links von der Treppe befand sich das Gastzimmer. Im Gebäude rechts der Treppe war ein Geschäft eingerichtet. Neben Lebensmittel wurden überwiegend bäuerliche Waren angeboten. Am Haus rechts befand sich die erste Tankstelle von Westheim. Bevor die Autos mit Benzin fuhren, kaufte man Spiritus in Apotheken zum betreiben der Fahrzeuge. Daher heute noch oft der gebräuchliche Name "Sprit".

Das Haus Degenhardt wurde immer weiter ausgebaut. Im hinterem Teil war ein Saal eingerichtet. Der Schützenverein, der Gesangverein (probte hier einmal die Woche), der Sportverein und weitere hielten ihre Versammlungen ab. Der Laden wurde aufgegeben und vermietet. Unter anderem befand sich hier eine Agentur, ein Obstladen, eine Eisdiele, eine Fahrschule.

Als Willi Degenhardt im Jahre 2006 verstarb, einige Zeit später auch seine Frau Gisela, wurde die Gaststätte aufgegeben. Nach kurzem Leerstand kaufte Friseurmeister Aßmuth das Gebäude und richtete einen modernen Salon ein. Im Laden rechts ist heute eine Fotoausstellung eingerichtet.


Gasthof Hülsmann

Der Betreiber des Gasthofes war  Herr Hennecken. Als die Eisenbahn 1872 fertig wurde hatte der Besitzer an den Bauleuten (Überwiegend Gastarbeiter u.a. aus Italien) gute Geschäfte gemacht. Er verkaufte 1880 den Gasthof und erwarb ein Hotel in Scherfede. Johann Wegener kaufte dann das Gebäude und gab ihm den Namen "Gasthof zum Bahnhof". Schon frühmorgens wurde das Lokal geöffnet. Viele Arbeiter nutzten die Bahn um an ihre Arbeitsstellen zu gelangen. Fam. Wegener verkaufte sehr viel Rauchwaren an die Fahrgäste. Die Bauern aus den umliegenden Ortschaften brachten in der Frühe die Milch zur gegenüber liegende Molkerei. Im Winter tranken sie ihren Schnaps zum aufwärmen, im Sommer ihr Bier um gegen die Wärme anzukommen. Den ganzen Tag war ein reger Betrieb. Aus allen Ortschaften kamen die Bauern, Handwerker und Privatleute um ihre bestellten Waren vom Bahnhof abzuholen. Im, und nach dem zweiten Weltkrieg kam ein Arzt zweimalig in der Woche um eine Sprechstunde abzuhalten. 1921 hatte Karl Hülsmann durch Heirat mit Elisabeth Wegener das Lokal übernommen. Nach dem Krieg übernahm Josef Hülsmann mit seiner Frau Elisabeth den Betrieb und führten ihn erfolgreich weiter.

Als im Jahre 1965 das schlimme Hochwasser über Westheim hereinbrach wurde der Gasthof zum Bahnhof stark in Mitleidenschaft gezogen. Das Wasser stand meterhoch in den Gasträumen. An eine Renovierung war nicht zu denken. Elisabeth und Josef hatten den Mut eine neue Gaststätte zu bauen. Im Bild vorn sieht man den neuen Gasthof. Hinter dem Gebäude das Dach des alten Hauses. Rechts daneben im Gebäude befand sich eine Drogerie.Später unter anderem ein Bilderrahmengeschäft. Im Hintergrund der Bahnhof. Links die Molkerei.

Im Jahre 1995 verpachtete Elisabeth und Josef Hülsmann den Gasthof. Nach verschiedenen Pächtern ist heute die Pizzeria "Mamma Mia" eingezogen.


Restaurant-Cafe Kleck

Im Jahr 1928 pachtete Heinrich Kleck mit seiner Ehefrau Änne die Bäckerei von Fam. Domann, vormals Rosenkranz. 1935 kauften die Eheleute Kleck das Gebäude.

In den Jahren 1956 und danach wurde das Gebäude umgebaut und immer wieder erweitert. Die Bäckerei wurde modern umgebaut. Ein Cafe kam dazu.

Später wurde eine Gaststätte eingerichtet. 1962 übernahm Heinz Kleck mit seiner Ehefrau Hannelore den Betrieb und erweiterten ihn immer weiter und moderner. Ein Saal wurde angebaut. Es wurden regelmäßig Tanzveranstaltungen gemacht, welche von der Westheimer Bevölkerung und weit darüber hinaus freudig angenommen wurden. Eine Kegelbahn kam hinzu.

Im Saal fanden immer mehr Veranstaltungen statt. Einige Jahre gab es Karneval-Sitzungen mit einem Verein aus Düsseldorf. Gästezimmer, welche auch heute noch gut angenommen werden, kamen hinzu. 1975 machte Hannelore Kleck die Meisterprüfung im Bäckerhandwerk. So konnte sie den Betrieb nach dem Tode von Heinz Kleck 1991 weiter führen.

Hannelore und Tochter Ariane schlossen 1995 die Bierstube und das Restaurant. Heute führen sie das Cafe, den Bäckereiladen, eine Heißtheke und die Gästezimmer weiter. Ariane machte erfolgreich ihre Bäckermeister-Prüfung. Im Saal finden heute sehr viele Veranstaltungen statt. Auch für kleinere Feiern stehen zwei kleinere Räume zur Verfügung.


Zum Blauen See

Bevor Johann Jesper 1900 das Haus kaufte befand sich schon ein kleiner Lebensmittelladen und eine Schankwirtschaft darin. Um 1920 wurde das Haus um ein Stockwerk erweitert. In einem Nebengebäude betrieb Herr Jesper eine Stellmacherei. Die Schankwirtschaft wurde von der Familie Jesper weiterhin betrieben. Heinz Jesper sen. hatte ein kleines Textilgeschäft im Haus. Als der Laden zu klein wurde, baute man ein größeren Raum an. Heute der Saal des Gasthofes.

Familie Jesper verpachtete ab 1958 das Lokal an verschiedene Betreiber.

Alfons Jesper übernahm die Wirtschaft 1978. Sie wurde weiterhin verpachtet. Auch als 2003 Herr Edmund Hering das Gebäude kaufte. Da der "Blaue See" sehr nah am Diemel-Radweg liegt, wird er gern von Radfahrern besucht.


Zum Diemeltal

Josef Reck erbaute nach dem zweiten Weltkrieg in der heutigen Franziskusstraße ein Wohnhaus mit kleinem Lebensmittelladen. Um 1954,da die Siedlung immer größer wurde, entschloß er sich ein Gasthaus anzubauen. Bis zum Jahre 1966 wurde das Lokal von Josef Reck und seiner Frau Elfriede betrieben. Dann wurde es von mehreren Pächtern weitergeführt. Im Jahr 1986 wurde die Gastwirtschaft geschlossen.

Zwei Jahre später kaufte Josef Beller das Gebäude und baute es um. Er errichtete ein Geschäft für Raumausstattung darin.


Welzig Johannes

Im Jahre 1971 baute Johannes Welzig in der heutigen Franziskusstraße eine kleine Gastwirtschaft. Mit seiner Ehefrau Christa führte er das Lokal. Bis heute ist die Wirtschaft ein gern besuchtes Haus für Jung und Alt. Durch den Anbau eines Wintergartens kann er auch eine größere Personenzahl bedienen. Seit mehreren Jahren haben sich etliche Sparclups angesiedelt.


Forsthaus und Schenkwirtschaft Jägerpfad

Obwohl das Forsthaus nicht auf Westheimer Boden steht, sollte es trotzdem erwähnt werden. Vor und nach dem zweiten Weltkrieg kauften die Westheimer ihr Brennholz im "Warburger Wald". In der Schenkwirtschaft (Es wurden nur Getränke ausgeschenkt) wurde dann eine Rast eingelegt, bis es mit den Pferdegespannen heimwärts ging. Heute ist das Forsthaus Jägerpfad unbewohnt.

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